ÄngsteAngst gehört zum Grundinventar der menschlichen Emotionen und ist absolut genau so real, wie sie sich anfühlt. Allerdings ist Angst keine „äußere“ Realität, sondern eine Erwartungshaltung, also etwas Selbstgemachtes, das Resultat eigenen Denkens und Vorstellens. Die Angst erfüllt einen biologischen Zweck, wenn sie uns vor einer realen Gefahr warnt. Angst hat die Aufgabe, uns vor Gefährdungen zu schützen. Die allermeisten negativen Erwartungshaltungen (Sorgen / Ängste), mit denen wir Menschen täglich zu kämpfen haben, beziehen sich nicht auf tatsächlich vorliegende Gefahren, sondern auf virtuelle Szenarien, die wir selber in unseren Köpfen erschaffen haben. Bei der Erschaffung dieser Realitäten unterstützen uns nicht selten die Medien, manche sprechen sogar von einer regelrechten Angstindustrie. Die erwarteten Schmerzen oder Katastrophen sind noch gar nicht eingetroffen, und es gibt auch keine realistischen äußerlichen Anzeichen für sie, aber unsere Angst lässt uns die Wirklichkeit so erleben, als sei das Schlimmste bereits eingetroffen oder stehe unmittelbar bevor. Oft genug stecken hinter den Ängsten niederdrückende Gedanken, wie z.B. dass ich es gar nicht verdiene, dass ich soviel Glück habe, die Katastrophe muss ja irgendwann kommen usw. Die Angst ist so vielfältig wie die Menschen, die sie sich ausdenken. Ängste sind bildlich gesprochen selbsterschaffene destruktive Monster. Und Monster kann man loswerden, indem man sie entmachtet. Wenn man begreift, dass diese Monster ausschließlich aus unseren Gedanken bestehen, kann man ihnen die Nahrung entziehen, indem man übt anders zu denken. |